19.06.2018

Gerhild Romberger, Alt





Gerhild Romberger ist im Emsland geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik in Detmold schloss sie ihre Gesangsausbildung bei Heiner Eckels mit Konzertexamen ab. Kurse bei den Professoren für Liedgestaltung Mitsuko Shirai und Hartmut Höll ergänzten ihr Studium. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Detmold, wo sie seit langem als ungemein beliebte Lehrerin eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik innehat.
 
Die Mezzosopranistin hat sich in ihrem Singen immer auf den Konzertgesang konzentriert, Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Liederabende unterschiedlichster Thematik sowie die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Das außergewöhnlich weitgespannte Repertoire der Sängerin umfasst alle großen Alt- und Mezzo-Partien des Oratorien- und Konzertgesangs vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Literatur des 20. Jahrhunderts.
 
Wichtige Stationen in den vergangenen Jahren waren für Gerhild Romberger die Konzerte mit Manfred Honeck, der sie u. a. für Mahlers Symphonien, Beethovens Missa solemnis oder die Große Messe von Walter Braunfels einlud. Darüber hinaus ihre Arbeit  mit dem Leipziger Gewandhausorchester und Riccardo Chailly. Nach der Aufführung von Mahlers 3. Symphonie in Luzern schwärmte die Presse:  „Da, beginnend […] mit dem nach innen gewendeten Altsolo des vierten Satzes, hatte diese Aufführung ihre wahrhaft großen Momente. Gerhild Romberger entrückte mit entspannt und doch weit strömender Stimme aus der lärmigen in eine magische Welt […].“ Neue Luzerner Zeitung, “Beethoven und Mahler als Grossmonumente: Das Gewandhausorchester Leipzig zeigte die Stärken und Risiken einer einzigartigen Orchestertradition“, Urs Mattenberger, 10. September 2014
 
Darüber hinaus war sie zu Gast beim Orchester der Klangverwaltung und Enoch zu Guttenberg, dem Los Angeles Philharmonic sowie dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Herbert Blomstedt, mit Kent Nagano beim Ingolstadt Festival (Dvorak Requiem), dem NDR Sinfonieorchester wieder mit Thomas Hengelbrock, den Sinfonieorchestern des WDR und MDR sowie mit den Berliner Philharmonikern, u. a. unter Gustavo Dudamel.
 
In der Saison 2015/2016 ist sie u.a. bei den Wiener Symphoniker mit den Faust Szenen unter der Leitung von Daniel Harding, an der Mailänder Scala mit Beethovens C-Dur-Messe unter der Leitung von Franz Welser-Möst und in Lissabon mit dem Gulbenkian Orchester und Mahlers Lied von der Erde unter Susanna Mälkki zu erleben.  Im Februar 2016 wird sie bei den Bamberger Symphoniker mit Schumanns Paradies und die Peri zu Gast sein (Ltg. Daniel Harding). Danach führt sie eine große Tournee mit anschließender CD-Aufnahme  mit dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Ivan Fischer mit Mahlers 3. Symphonie u.a. nach Budapest, Rom, Brüssel und Barcelona. Auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink wird sie in der aktuellen Saison mit Mahlers 3. Symphonie zu hören sein.

ECHO-Klassik 2017

Preisträger der Kategorie “Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres”

Gustav Mahler: “Kindertotenlieder”, Gerhild Romberger, Alfredo Perl (MDG)